Warum muss ich die Antibabypille nehmen, wenn ich schwanger werden möchte?

Die Antibabypille wird dazu verwendet Blutungen bei Frauen auszulösen, die auf Grund PCO eine unregelmäßige oder gar keine Menstruation haben. So macht man auf künstliche Weise einen normalen Zyklus nach, damit man mit der Behandlung z.B. am 21. Tag, wie bei einem langen Protokoll, oder einige Tage nach dem Anfang der Blutung, wie bei einem kurzen Protokoll, anfangen kann.
Sie können mit Vorteil die Antibabypille, Yasmin, nehmen die ein Gestagen mit anti-androgener Wirkung enthält.


Ich habe gehört, dass man eine kurze Behandlung statt der langen Behandlung mit Nasenspray bekommen kann?

Die kurze Behandlung verwendet man besonders für Frauen mit PCO, um Überstimulation zu vermeiden, und für Frauen mit einer relativ niedrigen Anzahl von Eizellen.

Eine kurze Behandlung geht im Prinzip auf dieselbe Weise wie die lange Behandlung mit Nasenspray vor sich, nur lässt man das Nasenspray weg und fängt direkt mit der Hormonstimulation am 2.-4- Tag der Menstruation an. Den ersten Tag an dem man mit den Hormonspritzen anfängt, nennt man den 1. Stimulationstag. Der nächste Ultraschall findet am 6. oder 7. Stimulationstag statt mit Hinblick auf Ergänzung der Hormonbehandlung durch dem GnRH-Antagonist „Orgalutran“, der auch als Spritze gegeben wird. Orgalutran hat dieselbe Funktion wie das Nasenspray, weil er den normalen Eisprung verhindert.

Zwei Tage danach, d.h. am 8. oder 9. Stimulationstag, wird ein neuer Ultraschall vorgenommen, um wir die Anzahl der Eiblasen (Follikel) zu zählen und deren Größe  zu messen, um den optimalen Zeitpunkt für die Eizellentnahme festlegen zu können. Für die Hiernach verlaufen beide Behandlungen gleich.


Ich habe gehört, dass man eine Behandlung mit niedriger Stimulation, eine sogenannte „Öko-Behandlung“ bekommen kann?

Diese Behandlung folgt beinahe denselben Prinzipien, wie eine Inseminationsbehandlung mit dem Samen des Mannes (IUI-H), lesen Sie bitte diese Patienteninformation. Sie wird für junge, fertile Frauen verwendet, bei denen verminderte Spermienqualität des Mannes die Ursache der Kinderlosigkeit ist. Diese Stimulationsbehandlung kann in einigen Fällen auch ein Vorteil für Frauen mit PCOS sein.
 

Blastozystenkultivierung – was ist das?

Nachdem die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter eingesetzt worden ist, wird sie mehrere Zellteilungen durchmachen und sich erst nach drei bis vier weiteren Tagen einnisten. Bevor sich das Ei teilt, bilden die Zellen im Ei eine charakteristische Form, eine sogenannte Blastozyste.
Es ist  uns möglich, das Ei für weitere drei bis vier Tage im Labor zu kultivieren (insgesamt 5 Tage) um festzustellen, ob das Ei weitere Teilungen durchmacht und sich zu einer Blastozyste entwickelt. Einige Eier hören z.B. auf der acht-Zelle Stufe mit der Entwicklung auf, und können deswegen zu keiner Schwangerschaft führen. Bei Frauen, die wiederholte, erfolglose IVF-Behandlungen durchgemacht haben, kann es relevant sein, eine Blastozystenkultivierung durchzuführen, um einen solchen Stillstand ausschließen zu können oder nachzuweisen.
Beim Einsetzen einer Blastozyste sind die Chancen eine Schwangerschaft zu erreichen größer als beim Einsetzen eines Embryos mit vier oder acht Zellen. Der Nachteil ist, dass nur ungefähr 25 % der Eizellen im Labor zu Blastozysten werden, während die Entwicklung der Anderen einfach aufhört und die Eizellen zu Grunde gehen. Einige dieser Embryonen hätten sich vielleicht weiter entwickeln können, wenn Sie in einer Gebärmutter gewesen wären, wo die Bedingungen für das Überleben besser als im Labor sind.
Um eine Blastozystenkultur zu machen braucht man natürlich eine große Menge befruchtete Eizellen, damit es Sinn macht, sie im Labor weiter zu kultivieren.
 

Assisted hatching (AHA) – assistierte Schlüpfen  des Eies

Assisted hatching ist eine Methode, die der Eizelle bei dem Prozess des Schlüpfens oder Hatching, wie man auf Englisch sagt, hilft. Wenn die Eizelle nicht schlüpft, kann sie sich in der Gebärmutter nicht einnisten und kein Embryo werden.
Der Eizelle kann mit Hilfe eines kleinen Lochs aus der Eierschale geholfen werden. Dieses Loch kann mit Säure oder Laser gemacht werden. Wir wenden als Methode die Säureverätzung an, weil wir der Meinung sind, dass die Säure schonender als Laserstrahlen ist. Man kann  den Prozess besser kontrollieren, und vermeidet einen Temperaturwechsel an der Eizelle.


Gibt es ein Risiko für Krebs bei wiederholten Hormonstimulationen?

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Hormonbehandlung ein erhöhtes Risiko für Eierstock- oder Brustkrebs birgt (Es gibt laufend Nachuntersuchungen von Frauen, die Fertilitätsbehandlungen durchgemacht haben, um dieses sehr ernste Risiko auszuschliessen).
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