Nach einer erfolgreichen Behandlung, d.h. bei positivem Schwangerschaftstest, möchten wir Ihnen eine Ultraschalluntersuchung anbieten.

Wir führen diese Untersuchungen hauptsächlich Dienstags und Donnertags durch, damit zwei ârzte vor Ort sind.

In welcher Schwangerschaftswoche befinde ich mich, und wann ist der Termin?
Eine Schwangerschaft wird immer vom 1. Tag der letzten Menstruation berechnet, daher müssen Sie zwei Wochen von dem Datum der Eizellentnahme oder Insemination abziehen, um dieses theoretische Datum zu bestimmen.

Dies bedeutet, dass Sie laut Berechnung bei der Eizellentnahme oder der Insemination schon in der 2. Schwangerschaftswoche sind. Wenn Sie 2 Wochen nach der Eizellentnahme oder Insemination den  Schwangerschaftstest machen, sind Sie schon in der 4. Woche, obwohl die Schwangerschaft erst 2 Wochen früher eingetreten ist.

Wenn der Ultraschall 4 Wochen nach einem positiven Test vorgenommen wird, befinden Sie sich zu dem Zeitpunkt in der 8. Schwangerschaftswoche.

Sie können Ihren Termin mit Hilfe von unserem Geburtstermin-Rechner errechnen.

Was ist eine Ultraschalluntersuchung?
Ultraschall ist eine Untersuchungsmethode, wobei man Schallwellen benutzt, die von dem Gewebe reflektiert und mit Hilfe von avancierten Geräten zu einem Bild auf dem Schirm transformiert werden. Ultraschalluntersuchungen werden seit mehr als 30 Jahren verwendet, und es hat niemals Anzeichen schädlicher Einwirkungen auf den Embryo oder die Frau gegeben.

Wie geht die Untersuchung vor?
In der frühen Schwangerschaft bis zu ungefähr der 11.-12. Schwangerschaftswoche liefert die Ultraschalluntersuchung durch die Scheide (vaginaler Ultraschall) die besten Ergebnisse. Selbst Embryos, die nur wenige Millimeter groß sind, können auf dem Schirm gesehen werden. Ultraschall durch die Bauchdecke ist hier zu ungenau.

Es gibt keine Schmerzen in Verbindung mit dem Ultraschall.

Es ist ein Vorteil, wenn Sie vorher die Blase entleert haben.

Wofür wird Ultraschall verwendet?
Mit dem ersten Ultraschall untersucht man, ob das Herz des Embryos schlägt, welche Größe der Embryo hat und wie viele Embryos es gibt.
Nur sehr schwerwiegende Missbildungen können so früh gesehen werden.

Wen und wie viele Personen darf man mitnehmen?
Es ist eine gute Idee, eine einzelne vertraute Person zu der Ultraschalluntersuchung mitzunehmen. Sollte die Untersuchung wider erwarten ein schlechtes Ergebnis haben, z.B. daβ der Embryo nicht lebt, ist es besser, diese Nachricht nicht alleine zu empfangen, da es psychisch sehr schwer sein kann.

Wir bitten Sie darum keine Kinder mitzunehmen, weil man bei einem Ultraschall Ruhe und Konzentration braucht. Unserer Erfahrung nach, werden Kinder auch bei normaler Untersuchung sehr enttäuscht, wenn sie die Bilder auf dem Bildschirm sehen, weil sie natürlich erwarten ein Bild eines Babys zu sehen, nicht eines winzigen Embryos.

Was zu erwarten?
Ab Schwangerschaftswoche 4+3 Tagen (ab der vierten Schwangerschaftswoche und drei Tagen) ist eine kleine Fruchtblase von 2-5 mm Größe sichtbar.

Ab Woche 5+1 bis 5+5 (ab 5 Wochen und einem Tag bis 5 Wochen und 5 Tagen) wird der Dottersack in der Fruchthöhle sichtbar. Dieser muss bei allen Schwangerschaften, mit Fruchtblase > 12 mm, sichtbar sein.

Ab Woche 5+2 bis 6+0 (ab 5 Wochen und zwei Tagen bis 6 Wochen) ist ein kleiner Embryo von 2-4 mm Länge sichtbar. Der Embryo muss, wenn die Fruchtblase einen Durchmesser > 18 mm hat, sichtbar sein.
Ab Woche 6+1 bis 6+6 (ab 6 Wochen und einem Tag bis 6 Wochen und 6 Tagen) ist der Embryo bohnenförmig und hat vom Scheitel bis Steiss eine Größe von ungefähr 4 bis 10 mm. Die Herzaktivität muss sichtbar sein.

Ab Woche 7 bis 7+6 (ab 7 Wochen bis 7 Wochen und 6 Tagen) ist der Embryo 11-16 mm groß, und der Unterschied zwischen Kopf und Körper ist jetzt sichtbar. Ein kleiner schwarzer Bereich, der später das Gehirn wird, ist im Kopf sichtbar. Die Wirbelsäule ist als zwei parallele Linien sichtbar. Die Nabelschnur ist sichtbar.

Ab Woche 8 bis 8+6 (ab 8 Wochen bis 8 Wochen und 6 Tagen) ist der Embryo 17-23 mm groß. Kleine Ausbauchungen, die später Arme und Beine werden, sind sichtbar.

Ab Woche 9 bis 10 (ab 9 Wochen bis 10 Wochen) ist der Embryo 23-32 mm groß. Arme und Beine sind deutlich sichtbar, und Hände und Füße sind auch sichtbar.

Was passiert, wenn ein zusätzlicher Arzt hinzugezogen wird?
Ab und zu kann die Deutung der Ultraschallbilder schwierig sein, besonders wenn die Frau übergewichtig ist, große Fibrome in der Gebärmutter hat oder die Gebärmutter nach hinten gerichtet ist. In diesen Fällen haben wir in der Klinik die Vereinbarung, dass ein Kollege zur Deutung des Ultraschalls hinzugezogen wird, damit wir zwei Ärzte sind. Unmittelbar gibt es keinen Grund dafür, in solchen Fällen zu glauben, dass es mit dem Embryo Beschwerden gibt. Dies ist nur selten der Fall.

Was passiert, wenn man bei dem Ultraschall etwas Ungewöhnliches findet?
Ab und zu finden wir bei dem Ultraschall etwas Ungewöhnliches, und in solchen Fällen werden wir Ihnen eine Woche später einen neuen Ultraschall anbieten. Wenn das Herz des Embryos nicht schlägt, d.h. dass man das Herz nicht „blinken“ sehen kann, werden wir Sie über die verschiedenen Möglichkeiten der Beendigung der Schwangerschaft informieren. Nach einer schlechten Nachricht möchten die meisten gerne zuerst nach Hause fahren und sich ein bisschen fassen, da sie auf Grund des Schocks Probleme damit haben, Information über den weiteren Verlauf aufzunehmen.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es, wenn der Embryo früh in der Schwangerschaft zu Grunde gegangen ist?
Eine Woche später wird ein neuer Ultraschall, um den Befund zu bestätigen, vorgenommen, und Sie werden dann über die drei Möglichkeiten informiert:

1. Tabletten (medikamentöse) Behandlung: Wird für Embryos, die kleiner als zwei cm groß sind, empfohlen. Die meisten werden auf diese Behandlung ansprechen. Die Blutung dauert ungefähr eine Woche, und danach wird es ungefähr 5 Tage eine Schmierblutung geben. Die Behandlung findet bei Ihnen zu Hause statt. Sie bekommen die notwendige Medikamente von der Klinik.

2. Chirurgische Behandlung: Findet unter Vollnarkose in der gynäkologischen Operationsabteilung des Krankenhauses statt, dem Sie zugehören. Die Blutung wird durchschnittlich 2-3 Tage dauern, und danach wird es 5 Tage mit Schmierblutungen geben. Das Infektionsrisiko ist ein bisschen größer als bei einer medikamentösen Behandlung.

3. Spontaner Verlauf, bei dem Sie eine kräftige, menstruationsähnliche Blutung abwarten, die innerhalb einiger Tage auftreten kann, aber auch gelegentlich wochenlang auf sich warten lässt.

 

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