Untersuchungen der Ursachen der Kinderlosigkeit.

Diese Untersuchung wendet sich an Paare, die keine spontane Schwangerschaft erlebt haben, und die Ursache dafür untersucht haben möchten. Es dreht sich um Paare, die bereits kein Kind/keine Kinder haben, und Paare, die vorher ohne Hilfe spontan schwanger geworden sind, und seitdem keine Schwangerschaft erreicht haben können. Eine mögliche Ursache kann sein, dass der Mann verminderte Spermienqualität hat, oder dass die Frau geschlossene Eileiter, fehlenden Eisprung, Endometriose, Fibrome oder Polypen in der Gebärmutter hat. Eine Kombination von männlichen und weiblichen Faktoren ist oft die Ursache. Schließlich gibt es auch unerklärte Kinderlosigkeit, wobei alle Untersuchungen des Mannes und der Frau normal sind.

Spermauntersuchung

Wir untersuchen die Spermienqualität in der Klinik, nachdem einen Termin mit der Sekretärin und das Labor vereinbart worden ist.
Dem Mann wird ein Glas für die Spermaprobe zugeschickt, oder er kann sie in der Klinik in unserem dazu eingerichteten Zimmer machen. Wenn die Spermaprobe zu Hause gemacht wird, muss sie innerhalb einer Stunde nach der Ejakulation, und ungefähr zwei Tage nach der letzten Ejakulation abgegeben werden.

Der Samen wird unter einem Mikroskop untersucht.

Man untersucht die Menge, die Dichte, Beweglichkeit, Morphologie (das Aussehen) und die gesamte Anzahl der Spermien. Sie können das Ergebnis der Untersuchung nach einer Stunde erhalten.
Eine normale Spermaprobe beträgt mindestens 2 ml Samen. Die Dichte beträgt mehr als 20 Millionen Spermien/ml und mehr als 50 % muss sich schnell bewegen können. Die gesamte Anzahl der beweglichen Spermien muss höher als 20 Millionen sein. Nach der Reinigung sind nur lebendige Spermien übrig. Eine normale Spermaprobe enthält mehr als 10 Millionen gereinigte Spermien.
Es gibt große Unterschiede in der Spermienqualität eines Mannes. Wenn der Mann krank geworden ist und/oder innerhalb der letzten drei Monate Fieber gehabt hat, wird es die Qualität beeinträchtigen. Die Probe kann nach einem Monat oder zwei Monate wiederholt werden.

 

Normale Spermienqualität:

Es gibt kein männlicher Faktor, und die Behandlung hängt vom Ergebnis der Untersuchung der Frau ab.


Verminderte Spermienqualität:

Die Behandlung dafür ist Insemination (IUI-H (intrauterine Insemination - homolog), wenn das Ergebnis der Untersuchung der Frau normal ist; besonders ob die Eileiter durchgängig sind.
Gibt es nach der Reinigung insgesamt mehr als 5 Millionen beweglichen Spermien, wird drei Mal mit IUI-H versucht.
Eine Verbesserung der Spermienqualität ist selten möglich außerhalb von den Fällen, wo es weiße Blutkörperchen im Samen als Symptom einer Infektion gibt. Wenn der Mann anabole Steroide verwendet, soll er damit aufhören, weil sie verminderte Spermienqualität zur Folge haben. Lebensstilfaktoren wie Tabak-, Alkoholkonsum und Fettleibigkeit vermindern die Spermienqualität. Große Kaffee-Aufnahme und Stress können möglicherweise die Spermienqualität beeinflussen.


Stark verminderte Spermienqualität:

Gibt es insgesamt weniger als 5 Millionen beweglichen Spermien nach der Samenreinigung, empfehlen wir eine Befruchtung im Reagenzglas (IVF).

Wenn es insgesamt weniger als 1-2 Millionen Spermien gibt, empfehlen wir eine MikroinseminationICSI). Wenn es keine Spermien in der Samenprobe gibt, und die Hoden eine normale Größe haben, empfehlen wir eine Probe aus den Hoden (Hodenbiopsie) zur Untersuchung für Spermien. Eine Infektion kann die Durchgängigkeit in den Samensträngen blockieren, wobei keine Spermien im Samen (das Ejakulat) vorhanden sind. Testbiopsien können Sie in unserer Klinik machen lassen.

Wenn man bei dieser Biopsie Spermien findet, empfehlen wir eine IVF-Behandlung mit TESA (Entnahme der Spermien von dem Hoden – Hoden Spermien Aspiration). Bei einer verminderten Anzahl der Spermien empfehlen wir einen Ultraschall der Hoden, um Krebsknoten als Ursache der beeinträchtigten Spermaprobe ausschließen zu können. Sie können auch den Ultraschall der Hoden bei uns machen lassen. Die Untersuchung findet auf einem normalen Untersuchungstisch mit einem auswendigen Ultraschall des Hodensacks statt, wobei man ganz einfach die Hoden untersuchen kann. Der Mann muss unter keinen Umständen in einem gynäkologischen Stuhl sitzen, und er wird auch nicht durch den Mastdarm untersucht, wie einige Männer glauben.

Wenn es keine Spermien in der Spermaprobe gibt, und das Hodenvolumen klein ist (unterhalb 12 ml) empfehlen wir eine weitere Schätzung bei Ihrem eigenen Arzt durch eine Chromosomenuntersuchung und Hormonanalyse (FSH, LH und Testosteron). Die Behandlung ist entweder IUI-D oder IVF-D abhängig von der Durchgängigkeit der Eileiter. In vielen Fällen gibt es keine Ursache der verminderten Anzahl der Spermien oder der fehlenden Spermien im Samen.


Untersuchungen der Frau.

Bei einer Untersuchung mit Ultraschall der Eierstöcke untersucht man das Aussehen und die Größe der Eileiter um Hormonstörungen wie PCO als Ursache der Kinderlosigkeit ausschließen zu können.
Fibrome der Muskelgewebe, Polypen in der Schleimhaut oder Zwischenwände der Gebärmutterhöhle, die die Fruchtbarkeit reduzieren können, können in der Gebärmutter erkundet werden. Wenn es nur kleine Fibrome oder Polypen gibt, empfehlen wir eine einmalige Kinderlosigkeitsbehandlung, und insofern keine Schwangerschaft dadurch erreicht werden kann, empfehlen wir eine Operation vor einer neuen Behandlung. Zwischenwände in der Gebärmutterhöhle müssen immer vor der Behandlung entfernt werden.


Fehlende Durchgängigkeit der Eileiter.

Fehlende Durchgängigkeit der Eileiter oder schlechte Funktion der Eileiter sind oft die Folgen einer Unterleibsentzündung. Sie ist normalerweise die Folge einer früheren Chlamydieninfektion, die in Frauen nicht immer Symptome verursachen, und die in mehreren Fällen auch ohne Behandlung ausheilt. Vorher können die Bakterien und die Infektion sich von der Vagina zu der Gebärmutter und der Eileitern verbreitet haben, wobei das Risiko der Bildung der Narbengewebe besteht und dadurch auch fehlende Durchgängigkeit.

Viele Blasenentzündungen mit Infektionen der Harnleiter und Blinddarmentzündung mit Infektion in der Bauchhöhle können auch fehlende Durchgängigkeit wegen Narbengewebe, die das Gewebe um die Eileiter hart und unnachgiebig hinterlassen, verursachen.

Frauen, die vorher einen Kaiserschnitt oder andere Operationen gemacht haben lassen, haben ein erhöhtes Risiko für Bildung der Narbengewebe um die Eileiter, selbst wenn es keine Infektion gab.

 

Untersuchung der Eileiterdurchgängigkeit (HKSG)

Eine Untersuchung der Eileiterdurchgängigkeit wird mit Hilfe einer sogenannten HKSG (Hystero-Kontrast-Sonographie) vorgenommen.
Diese Untersuchung wird im Zeitraum vom Aufhör der Blutung bis einige Tage vor dem Eisprung, d.h. von dem 5. bis zum 11.-12. Tag des Zyklus vorgenommen. In Frauen mit entweder einem unregelmäßigen Zyklus oder fehlendem Zyklus auf Grund fehlender Eisprünge wird einen Schwangerschaftstest vor der Untersuchung, um eine Schwangerschaft ausschließen zu können,  gemacht.

Bei der Untersuchung wird ein dünnes Plastikrohr durch den Gebärmutterhalskanal und weiter in die Gebärmutter eingeführt. Dann wird abwechselnd steriles Salzwasser und Luft in die Gebärmutterhöhle und weiter durch die Eileiter auf beide Seiten gespült. Zur selben Zeit wird einen Ultraschall aufgenommen. Wenn die Eileiter durchgängig sind, läuft die Flüssigkeit und besonders die Luft durch die Eileiter raus und sammelt sich um die Eileiter in der Bauchhöhle. Die Untersuchung, die ungefähr 15 Minuten dauert, ist für die meisten schmerzlos, und Sie können auf einem Bildschirm alles beobachten.

 

Es gibt folgende Befunde:

Normale Durchgängigkeit:

Die Frau kann eine Insemination machen lassen (IUI-H), wenn die Spermienqualität dafür geeignet ist.

 

Es gibt keine Durchgängigkeit in beiden Seiten:

Dann können die Spermien nicht durch die Eileiter die Eizelle erreichen und die Eizelle nicht befruchten. Die Frau muss einen IVF machen lassen.

 

Teilweise Durchgängigkeit:

Wenn es geringe Durchgängigkeit in einem Eileiter oder beiden Eileitern gibt, gibt es eine geringe Chance um eine Schwangerschaft zu erreichen und ein erhöhtes Risiko der Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter. Wir empfehlen dann oft IVF-Behandlung. Wenn die Eileiter nach der Untersuchung erweitert und mit Flüssigkeit gefüllt sind, behandeln wir mit Antibiotikum um eine Unterleibsentzündung zu vermeiden. Bei diesem Befund, empfehlen wir eine Operation mit Entfernung der Eileiter vor einer IVF-Behandlung. Wenn Sie es wünschen, können wir eine Überweisung für Operation ausschreiben, damit Sie ihren eigenen Arzt nicht kontaktieren müssen.

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